Obermüller: "wir dieser Regierung auch einen Neustart wünschen und der soll schnellstmöglich im Sinne der Tiroler Bevölkerung stattfinden."
Birgit Obermüller ist Klubobfrau der NEOS im Tiroler Landtag.
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Dann würde ich Sie hiermit Herzlichst willkommen heißen zum Interview und zunächst würde ich gerne beim MCI starten: Was ist Ihre Meinung dazu, wie soll man da weiter tun?
Das MCI ist leider gescheitert, viel zu viele Jahre sind mit Planungen gescheitert worden. Die intransparenten Planungen haben dazu geführt, dass eigentlich wir als Opposition nie wirklich Bescheid bekommen haben, wie der status quo eigentlich ist. Die Baukosten sind natürlich in der Zeit gestiegen, aber dass es so einen exorbitanten Anstieg verzeichnet hat, war nicht rechtzufertigen. Wie es weitergehen soll: Wir würden uns wünschen, dass dieser Bildungsstandort, dass diese Privatuni, die wirklich einen sehr guten Ruf genießt, ausreichend Räumlichkeiten hat, im Gegenzug ist die UMIT eher erfolglos. Wir verstehen das nicht, dass daran noch festgehalten wird. Wie es jetzt weiter gehen soll, liegt nicht an mir, wir würden uns wünschen, dass irgendwann einmal ein großes Projekt fürs MCI realisiert wird.
Aktuell sind ja in Österreich die Ampelverhandlungen, in Deutschland ist die dortige Ampel gescheitert. Wie sehen Sie Chancen für die Austro-Ampel?
Die deutsche Ampel kann man so nicht vergleichen mit unserer, jede Koalition hängt von den handelnden Personen ab. In Deutschland gab es Personen, die sich grundsätzlich nicht verstanden haben. Da ist Zusammenarbeit immer schwierig. Die Kräfte in Deutschland sind auch im Hintergrund komplett verschieden zu uns. Von außen kann man es zu wenig vergleichen und von innen habe ich zu wenig Einsicht. Die Koalitionsverhandlungen sind derzeit noch am Laufen, am Wochenende entscheidet sich ob die drei unterschiedlichen Partner genug Übereinstimmungen haben. Was man aus den Medien so hört: Es scheitert hauptsächlich an der SPÖ, die sehr an ihren Prinzipien festhält und wenig verhandlungsbereit ist. Man kann da nicht in die Glaskugel schauen, warten wir es ab.
Dann möchte ich gerne wissen: Aktuelles Ereignis, der Herr Georg "Schorsch" Dornauer ist zurückgetreten und ihn hat der Herr Philipp Wohlgemuth als Landeshauptmannstellvertreter ersetzt. Quasi ein Piruett zwischen Landtag und Landesregierung. Wie schätzen sie den Zustand der Tiroler Landesregierung jetzt ein?
Ich bin froh, dass das endlich über die Bühne gegangen ist. Denn die Medien haben sich sehr auf Georg Dornauer als Person konzentriert und weniger auf das, was in Tirol politisch passiert und politisch auch weitergebracht werden sollte. Heute ist es so weit gewesen. Der Medienrummel war um Georg Dornauer sehr groß, der in meinen Augen viel zu viele rote Linien überschritten hat. Wir haben heute als einzige Oppositionspartei für ihn gestimmt, weil wir ihn als sehr verbindend empfinden und weil wir dieser Regierung auch einen Neustart wünschen und der soll schnellstmöglich im Sinne der Tiroler Bevölkerung stattfinden.
Dann möchte ich gerne wissen, ob die Tiroler Landesregierung heuer überhaupt brav genug war, dass sie vom Christkind ein Geschenk bekommt.
Ja natürlich, die Herausforderungen sind groß, die Landesregierung hat auch von der alten einige Baustellen übernehmen müssen, die Zeiten sind herausfordernd. Weihnachten ist ein Fest des Friedens und daher würde ich auch dieser Regierung was zu Weihnachten geben.
Was wünschen Sie sich zu Weihnachten? Denn das ist ja nicht nur ein Fest des Gebens, sondern auch des Nehmens.
Viel Zeit mit meiner Familie, dass ich viel in die Natur rausgehen kann, Sport betreiben kann und einfach wieder Kraft danken darf fürs neue Jahr.
Vielen Dank fürs Interview!

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